
Spürbare Entlastung im Arbeitsalltag: Dank der Unterstützung durch das Exoskelett wird das Heben von schweren Lasten, wie hier einem 25-kg-Sack, deutlich erleichtert. Die Technologie schont den Rücken und beugt Verschleißerscheinungen aktiv vor.
Foto: Sanierungstechnik Dommel GmbH

Sicherheit durch Einweisung: Beim „Tag der Sicherheit“ erhielten die Mitarbeitenden eine fachkundige Einweisung in die Funktionsweise der neuen Exoskelette. Bevor die Technologie auf der Baustelle zum Einsatz kommt, ist das korrekte Anlegen und die richtige Handhabung entscheidend für die optimale Schutzwirkung.
Foto: Sanierungstechnik Dommel GmbH
- 02.03.2026
Bei der Sanierungstechnik Dommel wird der Arbeitsschutz nicht nur zertifiziert, sondern aktiv gelebt. Aus einer Idee aus der Belegschaft entsteht nun ein zukunftsweisendes Pilotprojekt: Ab März 2026 testet das Unternehmen auf seinen Baustellen den Einsatz von Exoskeletten. Ziel ist es, die körperlichen Belastungen für die Mitarbeitenden signifikant zu reduzieren und die Ergonomie am Arbeitsplatz auf ein höheres Niveau zu heben.
Die physischen Anforderungen in der Kanalsanierung sind hoch. Insbesondere das Heben und Tragen schwerer Lasten, wie zum Beispiel Säcke mit Zementmörtel oder Schachtabdeckungen, belastet auf Dauer den Bewegungsapparat. „Wir wollen nicht warten, bis Rückenprobleme entstehen, sondern proaktiv die Gesundheit unserer Teams schützen“, erklärt Dommels technischer Leiter Benedikt Berger. Hier setzen die Exoskelette an. Diese mechanischen Stützstrukturen werden wie ein Rucksack am Körper getragen und unterstützen die Muskulatur bei schweren körperlichen Tätigkeiten. Sie leiten die Lasten ab und können so die Belastung für die untere Rückenpartie um ein Vielfaches reduzieren.
Der offizielle Startschuss für die Testphase fiel beim jährlichen „Tag der Sicherheit“ Anfang 2026. Hier wurden die ausgewählten Modelle den Mitarbeitenden nicht nur theoretisch vorgestellt, sondern konnten unter fachkundiger Anleitung der Hersteller direkt anprobiert und getestet werden. Die Resonanz war durchweg positiv. „Man spürt sofort eine enorme Entlastung. Das ist eine echte Hilfe, egal ob man 25 oder 55 ist“, so das Fazit eines erfahrenen Monteurs. Für die jüngeren Kollegen ist es ein wichtiger Beitrag zur Prävention, um langfristig gesund zu bleiben, während die älteren, erfahrenen Fachkräfte eine direkte Unterstützung im anspruchsvollen Arbeitsalltag erhalten.
Das Pilotprojekt ist ein weiterer Baustein in der umfassenden Arbeitsschutzstrategie des Unternehmens, die erst kürzlich wieder durch die erfolgreiche AMS-Rezertifizierung der BG BAU bestätigt wurde. Die Berufsgenossenschaft unterstützt die Einführung solcher innovativen Technologien zudem aktiv mit Förderprogrammen. „Die Gesundheit der Mitarbeiter ist unser höchstes Gut und die beste Investition in die Zukunft unseres Unternehmens“, betont Berger. In den kommenden Monaten werden die Exoskelette nun auf Herz und Nieren geprüft. Das Feedback der Kollegen auf der Baustelle ist dabei entscheidend für die Frage, welche Modelle langfristig für den Einsatz bei den Hammer Kanalprofis beschafft werden.
Wie Nachhaltigkeit in der Praxis aussieht
im Arbeitsschutz